Theater am Lend

Das Theater am Lend ist ein Ort für lebendige und innovative Formen von Dramatik, Tanz und Performance und wendet sich an ein aufgeschlossenes Publikum aller Alters- und Bildungsschichten, das interessiert ist, neue Entwicklungen im Theaterbereich mitzuerleben.

Wir bringen aktuelle Themen und neue Theatertexte auf die Bühne und damit ins Gespräch. Wir schaffen Raum für die Begegnung und Zusammenarbeit von KünstlerInnen verschiedener Sparten und für Menschen aus unterschiedlichsten sozialen, geographischen, kulturellen und professionellen Räumen und Kontexten, die über künstlerische Produktionen dem Publikum begegnen. 

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07. Dezember 2019 - 16:00

News

30. Juni 2019

Der Sprecher und die Souffleuse

Wiederaufnahme ab 16.10.2019

 

Svolikova schafft eine sprachwitzige Farce, die sich in humorvollen Wortkaskaden über die Liebe, große Erwartungen und das Theater ergießt. Es geht auch um die Frage, welche Position sich in der Welt behaupten kann: der inhaltlose Sprecher, der Elektriker, der die ganze Welt ganz funktionell versteht, der alte Lear, der nicht in die Jetztzeit findet und vom Vergangenen träumt oder die Souffleuse, die endlich aus dem Schatten tritt und sichtbar wird.
                                                                                                                                             Theaterkompass


"Virtuoses Over-Acting"
                                           nachtkritik


Hinter die Kulissen schauen
 
Der Sprecher und die Souffleuse von Miroslava Svolikova beleuchtet jene, die das Scheinwerferlicht im Theaterbetrieb ansonsten ausspart. Etwa die Souffleuse (Hanna Binder), die mit ihrem messerscharf angespitzten Bleistift um Hörbarkeit ringt und mit dem Redner (Patrik Berg) liebäugelt. Den immerfort gestressten Boten (Florian Tröbinger) oder den Elektriker (Lukas David Schmidt), dessen Existenz von einer Unterschrift abhängt. Und dann wäre da noch ein außer Kontrolle geratener Schauspieler (Gerhard Balluch), der in Shakespears „König Lear“ hängen geblieben ist. So weit, so verwirrend. Aber am Ende ergibt alles einen Sinn. Dafür hat Regisseur Pedro Martins Beja gesorgt. Sein Spiel über Sichtbarkeit, Teilhabe und Rollenverteilung gelingt, es ist weitgehend unterhaltsam. Uraufführung geglückt
                                                                                                                                                    Kleine Zeitung




 

06. Dezember 2018

Autor*innen-Preis der österreichischen Theaterallianz

Der von der Theaterallianz der freien österreichischen Bühnen (Schauspielhaus Wien, Kosmostheater Bregenz, Schauspielhaus
Salzburg, Klagenfurter Ensemble, Phönixtheater Linz, Theater am Lend Graz) ausgelobte Autor*innenpreis geht 2018 an Miroslava
Svolikova
.

Sie ist die die zweite Gewinnerin des Wettbewerbs nach Thomas Köck, dem erfolgreichen österreichischen Autor, der 2016 für sein Stück „Kudlich – eine anachronistische Puppenschlacht“ ausgezeichnet wurde.
Der Wettbewerb stand unter dem Thema „Die Stunde der Diktatoren“. Von jedem Theater der Allianz wurden zwei Autor*innen mit einem Exposé für ein Stück beauftragt, die anonym ihre Ideen einsandten. Eine Jury bestehend aus Vertretern der Mitgliedstheater der Allianz prämierte schließlich den Entwurf „Der Sprecher und die Souffleuse“ von Miroslava Svolikova. Die Uraufführung des Stückes findet am Grazer Theater am Lend statt und wird in allen Mitgliedstheatern gezeigt.
21. Dezember 2017

Allianzen

Drei AutorInnen, drei unterschiedlich Theaterprojekte. Alle drei AutorInnen sind mit dem DRAMA FORUM von uniT verbunden. Die drei Abende zeigen wie unterschiedlich das Verhältnis des Autors, der Autorin zum Bühnengeschehen sein kann. Christian Winkler inszeniert seinen Text als Franz von Strolchen selbst, Fiston Mwanza überschreibt Fremdtexte und performt sie selber, der Text von Ivna Zic wurde von Thomas Schweigen umgesetzt. Die Autorin ist aber ein wichtiger Teil des theatralen Vorgangs. Während Christian Winkler und Ivna Zic von Recherchen ausgehen, setzt sich Fiston Mwanza mit sakralen und metaphysischen Dimensionen des Theaters auseinander. Christian Winkler und Fiston Mwanza sind in Graz keine Unbekannten, Ivna Zic eine echte Neuentdeckung.